Historie des Gutshauses der Winzerstube

Das Gutshaus der Winzerstube ist nach Meinung der Denkmalbehörde »einer der architektonisch

anspruchsvollsten Bauten in Forst« ... » das im regionalen Umfeld einzigartige Napoleonzimmer

bezeugt die hohe Wohnkultur der Weingutsbesitzer im 19. Jahrhundert«.

 

Erbaut wurde es 1802/03, als die Pfalz unter französischer Herrschaft stand, von dem

Gutsbesitzer J.N. Reichardt in frühklassizistischem Stil, der auch Napoleonischer oder Empire-Stil

genannt wird. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte das Haus in den Besitz der Familie Werle.

1925 verkaufte Gustav Werle das Anwesen an den Winzerverein.

 

Seit der feierlichen Einweihung 1926 dient das Gutshaus als Gaststätte des Winzervereins,

der durch mehrere aufwändige Renovierungen weitgehend die ursprüngliche Substanz erhalten

konnte – beispielsweise die wuchtige reich verzierte Außenfassade mit dreiachsigem Risalit

und Dreiecksgiebel, die symmetrisch angeordneten Hoftore und die markante Freitreppe

zur Gaststätte mit geschnitztem Portal.

Innen stammen unter anderem die Holzvertäfelungen des Bauernzimmers und der Gaststuben

und vor allem das »Napoleonzimmer« mit seinen wandhohen Leinwandgemälden aus der Erbauungszeit.

In diesem Landschaftszimmer soll der mündlichen Überlieferung nach der französische Kaiser auf

einem seiner Besuche der linksrheinischen Departements übernachtet haben.

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